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Zurzeit leben unsere ca. 400 FELLNASEN in einem privaten Shelter. Der verstorbene Eigentümer hatte sein Grundstück dem rumänischen Tierschutzverein „Cora“ per Pachtvertrag bis Dezember 2016 zur Verfügung gestellt. Als der Mann Ende letzten Jahres verstarb, erklärten die Erben den Pachtvertrag für nichtig und verlangten die schnellstmögliche Räumung des Grundstückes. Daher waren Monica Rosca, Präsidentin und gleichzeitig einziges Mitglied von „Cora“ und wir gezwungen, ein geeignetes Grundstück für unsere Hunde zu finden. Wir dachten, dass wir schnell fündig wurden, als uns ein Schweinebauernhof , dessen Pächter die Pacht nicht mehr stemmen konnte, zur Pacht angeboten wurde. Doch dieser Plan platzte wie eine Seifenblase, als sich die Dorfgemeinschaft gegen einen Hundeshelter auf diesem Gelände aussprach.

Nun mussten wir uns schnell auf die Suche nach einem geeigneten Objekt machen, was sich sehr schwierig gestaltete. Denn wir mussten ein Grundstück suchen, das nicht in der Nähe von menschlichen Behausungen liegt, um von vornherein auszuschließen, dass es durch Geräusch- und Geruchsbelästigung zu nachbarschaftlichen Streitigkeiten kommt. Nach zähen Verhandlungen bot uns der Bürgermeister von Curtea de Arges ein städtisches Grundstück an, das neben der ehemaligen Kläranlage in direkter Nachbarschaft zum Publicshelter liegt. Es handelt sich hierbei um ein Brachgelände, auf dem sich ein ca. 300 m² großes ziemlich heruntergekommenes Gebäude befindet. Dies ist das ehemalige Labor des genannten Wasserwerks.

Sofort nach der Zusage durch den Bürgermeister begannen wir das Gebäude zu reinigen und das Gelände zu roden und zu planieren. Bei meinem dortigen Aufenthalt kaufte ich Baumaterial, Stahlpfosten, Gittermatten, Bauholz, OSB-Platten und Kleinmaterial für 1.500 Euro. Nach meiner Rückkehr aus Rumänien überwiesen wir Monica weitere 1.200 Euro für Materialkauf. Unsere zusätzlich eingestellten Arbeiter haben in dem Gebäude bereits zahlreiche Gehege gebaut. Leider zeigte sich sehr schnell, dass das Gebäudedach undicht ist, wodurch das Gebäudeinnere total nass war. Unser Fahrer Catalin Aldea übernahm vor Ort die Planung und Durchführung der Arbeiten. Er sagte, dass wir das undichte Dach mit einer Folie überziehen und damit Abdichten. So kann das Dach über Winter durchtrocknen, ehe wir im Frühjahr ein Giebeldach auf das Haus setzen.

Laut Catalins Kalkulation wird das Dach mit ca. 3.000 Euro zu Buche schlagen. Jetzt unsere Pläne für die nähere aber auch weitere Zukunft. Im Augenblick wird das gesamte Grundstück mit einem Zaun aus Gittermatten umfriedet. Anschließend wird das gesamte Grundstück in leicht zugängliche Außengehege unterteilt. Hierfür können wir viel Material aus dem alten Shelter verbauen, sodass wir nicht viel zukaufen müssen. Da wir eine Autorisierung des Shelters anstreben, müssen wir zahlreiche bauliche Maßnahmen durchführen. Alle Gehege müssen teilweise oder ganz betoniert bzw. gepflastert und mit betonierten Urinablaufrinnen versehen werden. Außerdem ist für die Autorisierung vorgeschrieben, dass fließend Kalt- und Warmwasser vorhanden ist. Zudem müssen ein heizbarer Behandlungsraum und ein Quarantäneraum vorhanden sein. Ob wir das in Containerbauweise, Wohnwagen oder festen Gebäude bewerkstelligen werden, bedarf noch einiger Überlegungen und Planungen und vor allem die Bereitstellung erheblicher finanzieller Mittel.

Da die Verwirklichung dieses Vorhabens allein durch Spenden unserer Mitglieder vermutlich nicht zu realisieren sein wird, suchen wir Hunde- und Tierliebe, zahlungskräftige Sponsoren, die uns hierbei unter die Arme greifen. Unsere finanzielle Situation stellt sich momentan wie folgt dar. Für die Versorgung unserer FELLNASEN mit Futter, ärztliche Behandlungen (Chippen, Kastrationen, Impfungen etc.), Lohnkosten für unsere Arbeiter haben wir monatliche Fixkosten von 4.500 – 5.000 Euro zu tragen.

Mit dem Bürgermeister von Curtea de Arges wurde vereinbart, dass unser Verein im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten, das öffentliche Townshelter mit Futter für die ca. 70 dortigen Hunde unterstützt. Außerdem ist es angedacht, von Zeit zu Zeit und soweit in unserem Shelter Platz ist, Hunde vom Townshelter zu übernehmen und diese, soweit möglich, zu vermitteln. Uns liegt es sehr am Herzen mit dem Stadtrat und dem Bürgermeister sehr eng zusammenzuarbeiten und diesen Lösungsmöglichkeiten für die Straßenhundproblematik aufzuzeigen. Wir streben an, aufzuzeigen und als Paradebeispiel voranzugehen, das in Rumänien die Zusammenarbeit zwischen Kommunalpolitik und Tierschutz das Leid der rumänischen Straßenhunde eindämmen kann. Doch sind wir zur Erreichung dieser Ziele auf die langfristige Unterstützung von tierlieben SPONSOREN, die ihre Augen nicht vor dem Elend dieser armen Seelen verschließen, angewiesen.

Zum Schluss möchte ich allen Mitgliedern, Unterstützern und Freunden unserer FELLNASEN für ihre bisherige und auch zukünftige Hilfe, diese zu retten, herzlichst danken. Bitte macht weiter so! Wer einmal tief in die Augen dieser armen HUNDE geschaut hat, sieht ihre leidenden Seelen. Und dieses haben allein wir Menschen zu verantworten. Daher ist es an der Zeit, den Tieren für das, durch Menschenhand erlittene Elend, etwas zurückzugeben. Denn: „Wenn am jüngsten Tag auch nur ein Tier im Strafgericht Gottes sitzt, Gnade den Menschen“!